Lotenbachklamm / Wutachschlucht

An der Wutachschlucht im schönen Hochschwarzwald bin ich mittlerweile schon einige Male dran durchgefahren. Dass sich das dort jedoch nicht lohnt, nur auf einem kurzen Besuch unterwegs „mal eben schnell“ vorbeizuschauen war mir bewusst. So dauerte es eben bis zum 18. Juni 2017 und ich mich endlich dazu aufraffte die fast zweistündige Autofahrt auf mich zu nehmen.

Dort um die Mittagszeit angekommen, stand erst einmal die Lotenbachklamm  auf meiner Liste. Diese zieht sich direkt von Parkplatz aus unweit der Schattenmühle durch eine kleine aber sehr wilde Seitenschlucht.

[Wilde Lotenbachklamm ] – Sony A7, Samyang 14mm

Die führte zu der trockenen Jahreszeit bekanntlich eher weniger Wasser.

[ Lotenbachklamm ] – Sony A7, Samyang 14mm

Am Ende der Schlucht angekommen ging es wieder den gleichen Weg zurück richtung Schattenmühle und von dort aus entlang der Wutach, dem eigentlichen Ziel meines Ausflugs.

Vorgenommen hatte ich mir von der Schattenmühle aus bis mind. Höhe Bad Boll-Kapelle zu kommen.

Der Weg entlang der Wutach ist äußerst abwechslungsreich, sowohl in seiner Art, als auch in seiner „Schwierigkeitsklasse“. Mal sind ein paar ordentliche Steigungen dabei, mal ist der Weg schmal, mal geht es über Stein-, und Wurzeltreppen hoch und runter. Eben alles andere als ein langweiliger Waldweg. 🙂

[ Wurzelweg ] Smartphone-Schnappschuss

Mein erstes „Soll-Ziel“ war der tolle „Moos-Wasserfall“. Der liegt am Wegesrand und man läuft direkt daran vorbei. Eigentlich hab ich ja garnicht damit gerechnet, dass nach der langen Regenpause die Tage und  Wochen davor dort überhaupt Wasser läuft. Um so schöner war dann natürlich der Anblick.

Und eine kleine Erfrsichung in der heißen Nachmittagssonne tat unterwegs auch mal ganz gut. 🙂

[ Moos-Wasserfall ] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 80; F16; 0,4s

Nach einiger Zeit Aufenthalt, – grade an heißen Sommertagen ist von dort schwer wieder wegzukommen, kam ich dann schon bald an dem sehr spektakulären Erdrutsch vorbei, der sich im Frühjahr in der Wutachschlucht ereignete.

[ Erdrutsch ] – Smartphone-Schnappschuss

Durch den Erdrutsch war der südliche, reguläre Wanderweg gesperrt und man musste die Umleitung auf der Nordseite des Flusses nehmen.

[ Gesperrt – Lebensgefahr ] – Smartphone-Schnappschuss

Da war dann mal ein kleines Stück befestigter Waldweg angesagt. Eine willkommene Erleichterung.

[ Blümchen am Wegesrand ] – Smartphone-Schnappschuss

Nach der Kapelle Bad Boll war dann  das 2. und letzte geplante „Soll-Ziel“ meines Ausfluges erreicht. Ein weiterer Wasserfall, der ebenfalls wenig, aber sehr erfrischendes Wasser führte. So war der mentale Akku schnell wieder aufgeladen.

[ Sonniger Wasserfall ] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO50; F22;1/6s

Hier zog ich dann mein „Pampa-Navi“ zu Rate und schaute was noch so interessantes auf dem Weg liegen könnte. Dort war etwa 2km weiter eine „Felsengalerie“ eingetragen. Hörte sich ja zumindest mal sehr interessant an.

Allerdings musste ich dann schon sehr bald feststellen, dass diese für mich noch völlig unbekannte Felsengalerie mit großer Wahrscheinlichkeit einen erhöhten Aussichtspunkt darstellen sollte. Denn es ging dahin stetig steil bergauf. Auf einem kleinen schmalen Pfad entlang des steilen Abhangs, ohne genau zu wissen, was mich dort erwartet nahm ich den Weg auf mich.

Nach einigen zähen Höhenmetern wurde das Rauschen der Wutach immer leiser und der Blick nach unten immer weiter. Nach einiger Zeit des Aufstieges wurde ich schon bald mit einer tollen Aussicht vor/unter einer grandiosen Felswand belohnt. Weit und breit kein Mensch unterwegs. Richtig toll!

Von dort ging ich dann noch ein Stück an der Galerie entlang bevor ich mich etwa auf der Hälfte der gesamten Wutachschlucht auf den Rückweg machte.

Grün: Lotenbachklamm Hin/Rückweg

Blau: Wutachschlucht Hin/Rückweg

Wieder auf dem Parkplatz der Schattenmühle angekommen war ich sehr froh den immer schwerer gewordenen Fotorucksack und das mittlerweile Bleischwere Stativ endlich loszuwerden und freute mich erschöpft aber glücklich auf die lange Heimfahrt 🙂

Kurz danach habe ich dann erfahren, dass man bei einer Wanderung durch die ganze Schlucht am Ende einfach mit dem Bus wieder zum Ausgangspunkt zurückfahren könne. Wer rechnet denn auch mit so einem Luxus in einer Gegend, in der es nicht mal Handyempfang gibt. 🙂

Sollte ich wieder mal eine Tour dort hin unternehmen um die ganze Schlucht zu erkunden, werde ich aber auf jeden Fall die Buslinie in Anspruch nehmen! 😉

2 Comments

  1. Einfach Toll wie immer.
    Die Schlucht wollten wir auch schon mal bewandern. Jetzt wissen wir, dass es sich lohnt und wo wir anfangen können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.