Sankenbach-/Rosshimmel-Wasserfall

Bei schönstem Frühjahrswetter machte ich mich am Sonntag den 12. März gegen Mittag auf dem Weg nach Baiersbronn im Schwarzwald.
Nach knapp 45 Minuten Fahrt kam ich am Parkplatz an und ab dort ging es, – wie sehr oft bei meinen Touren, zu Fuß weiter.

[Sankenbach] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 50; F22; 1s

[Sankenbachsee] – Smartphone-Schnappschuss

Nach rund 25 Minuten flussaufwärts rechts am Sankenbach entlang, kam ich auch schon am gleichnamigen See an, den ich mir allerdings etwas größer vorgestellt hatte. 🙂
Da dieser aber nicht mein Ziel war und zudem einige Wanderer dort das schöne Wetter zum Vesper und Erholung nutzten, ging es für mich gleich weiter zum Wasserfall. Dem eigentlichen Ziel meines Ausfluges.

[Sankenbachwasserfall] – Smartphone-Schnappschuss

Nach knapp 10 Minuten  Aufstieg  wurde man dort von einer beeindruckenden Wand aus Sandstein empfangen.
Über die ergoss sich ein anfangs noch recht sparsamer Rinnsal, der nach einer Zeit gefühlt aber eher noch kleiner wurde. Oder war das Einbildung? Nach dem ich dann ein – wenn auch etwas unbequemen Standort, weniger für mich, mehr für die Kamera ausgesucht hatte, dauerte es nicht mehr lange bis sich meine Geduld auszahlte.
Denn dann schoss plötzlich jede Menge Wasser eindrucksvoll über die hohe Felswand herunter.

[Sankenbachwasserfall] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO125; F14;1/4s

Nach dem sich dieses Ereignis einige Male wiederholte, musste ich mir das – im Schwarzwald wohl einzigartige „Wasserfall-Stauwehr“, auch mal genauer anschauen und natürlich ausprobieren. 😉 Dieses liegt oberhalb des 2-stufigen Wasserfalls.

[Stauwehr] – Smartphone-Schnappschuss

Da der Zulauf recht gut Wasser führte , musste ich nicht lange warten bis sich genug für einen ordentlichen Wasserfall angestaut hatte.  Nach dem öffnen des Schiebers stürzt sich das Wasser dann eine Zeit lang zunächst die kleinere erste Stufe hinunter, bevor man wenige Sekunden später das Rauschen der 2. hohen Hauptstufe hört. Toll, wenn man das Element Wasser so hautnah mitten in der Natur erleben kann. Und das alles ohne Eintritt oder Münzeinwurf. 😉

[Kleine Stufe] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 50; F6,3; 1/5s

Nach diesem besonderen Erlebnis machte ich mich dann auch schon wieder langsam auf den Rückweg zum Auto.

Bei einer wohl verdienten Stärkung während einem kurzen Einkehren zu Speis und Trank auf der Rückfahrt in der Ruhestein-Schänke, war es zum einen noch etwas früh am Nachmittag,  zum anderen war mein mentaler Akku wieder voll geladen.
Da entschloss ich mich kurzerhand für einen Besuch am Rosshimmel-Wasserfall. Natürlich mit dem Wissen, dass der Rückweg dann womöglich in die Nacht fallen könnte.
Zeitpunkt der Entscheidung war gegen 16:45 Uhr. Sonnenuntergang war planmäßig um 18:28 angesagt.

Könnte also knapp werden. Aber Lampen sind ja fast immer dabei. 😉 Dort war ich ja bereits schon mal und wusste in etwa was auf mich zukommt. 🙂
Da der Weg dahin über den Ellbachsee führt, ging es zügig bergab und somit gut voran.

Nach fast einer 3/4 Stunde Fußmarsch – weit und breit keine Menschenseele mehr unterwegs, kam ich endlich am Rosshimmel-Wasserfall an.

 

Der Anblick ist immer wieder auf’s Neue faszinierend. Wie vom Landschaftsgärtner erschaffen.

[Rosshimmel-Wasserfall] – Sony A7, Batis 25; ISO 100; F8,0; 0,4s

Allerdings war ich mit der eher schnöden Perspektive von unten nicht so recht zufrieden.
Da im Sommer (bei meinem ersten Besuch) der hohe Bewuchs und vor allem die wilden Brombeeren einen näheren Aufstieg zum Wasserfall völlig unmöglich machten, nutzte ich nun die Gunst des Frühlinganfangs und entschloss mich zu einer – wenn auch etwas gewagten Aktion.
Die Begebenheiten aus der großen Steigung von geschätzt über 45°, glattem, nassem schilfartigem Gras, Wasserläufe, Matsch, teilweise Schneereste, losen Steinen und als wäre das noch nicht genug, waren im Gras auch noch diverse „Tretminen“ verteilt, machten das Vorhaben zu einer ziemlichen Herausforderung. 🙂
Wenn man sich während dem Aufstieg fragt, wie man da eigentlich wieder einigermaßen heile runter kommt, sollte man eigentlich nicht weiter gehen. Eigentlich. Wenn man dann aber schon die Hälfte geschafft hat, ist es im Prinzip egal ob man es von der Hälfte nicht mehr runter schafft oder von ganz oben, dafür aber mit dem gewünschten Foto im Gepäck. Natürlich habe ich mich für die Variante mit dem Foto entschieden. 😉

[Oben] – Sony A7, SEL55F18Z; ISO 100; F14; 5s

Der Weg nach unten war dann sogar weniger schlimm als befürchtet, auch wenn’s einige Male knapp war, und die Brombeeren fast gewonnen hätten. 😀

Die nahende Dämmung signalisierte mitlerweile, dass es langsam Zeit wurde sich auf den Rückweg zu machen. Der anstrengende Aufstieg vom Ellbachsee hoch zum Parkplatz war dann der letzte zähe Fußmarsch der bevorstand. Dieser wurde dann, wie anfangs vermutet im Schein der Stirnlampe angetreten während der Vollmond über dem Schwarzwald aufging.  Hier hab ich dann zum letzten mal die Kamera ausgepackt.

[Mondaufgang] – Sony A7, Batis 85; Wald: ISO 125; F3,5; 4s Mond: ISO 125; F3,5, 1/30s

Bin gespannt, welche Abenteuer mich auf meiner nächsten Tour im Schwarzwald erwarten! 😉

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