„Lost Places“ fotografieren – Schwarzwald-Hotel

Am Karsamstag, dem 15.04.17 machten sich Tobias Vollmer und ich auf den Weg in den Schwarzwald. Unser Ziel: Ein seit vielen Jahren verlassenes Hotel im Schwarzwald.

Bisher habe ich hin und wieder mal ein paar verlassene Orte besucht und musste leider meistens feststellen, dass diese durch Diebstahl, Graffiti-Schmierereien oder willkürlicher Sachbeschädigung schon ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Oft schon so sehr, dass sich ein Besuch meist garnicht mehr lohnt.

Auf den uns bisher bekannten Fotos von dem besagten Hotel im Schwarzwald soll dagegen alles noch verhältnismäßig gut erhalten sein. Heutzutage eine wahre Seltenheit bei solchen Orten!

Wer solche Lost-Places besuchen will, sollte sich an die folgenden Regeln halten:

  1. Nichts kaputt machen.
  2. Nichts mitnehmen.
  3. Nichts dort lassen.
  4. Vorsichtig vorgehen.
  5. Den Ort nicht öffentlich bekannt machen.
  6. Absolutes Rauchverbot.
  7. Nicht alleine losziehen.

Dort angekommen, empfing uns auch schon der Eigentümer und öffnete uns die Tür ins Gebäude.  Eine weitere Seltenheit. Denn normalerweise begeht man beim ungefragten Betreten fremder Gebäuden Hausfriedensbruch. Meistens bekommt das zwar niemand mit, aber man hat dabei i.d.R. kein gutes Gefühl beim Fotografieren.

So konnten wir in aller Ruhe und ganz ohne schlechtes Gewissen das mehrstöckige Gebäude erkunden. Eine richtig tolle Sache!

Danach teilten wir uns auf – damit wir uns nicht gegenseitig im Bild rumfotografierten. 🙂

Tobias machte Aufnahmen für eine virtuelle 360°-Panorama-Tour  durch das Gebäude (dazu weiter unten mehr) und ich versuchte mich an „einfachen“ Fotos.

[Jagdstube] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 100; F8; 20s

[Stuben-Ecke] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 100; F8; 8s

[Noch alle Tassen im Schrank] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 100; F8; 10s

[Eingangsbereich] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 100; F7,1; 15s

Dabei war es immer wieder auf’s Neue spannend, was einem wohl hinter der nächsten Tür erwartet – sofern sie nicht abgeschlossen war.

[Flur] – Smartphone-Schnappschuss

Mal war es  ganz Lost Place-Typisch eine „Gerümpelkammer“…

[Zimmer Belegt] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 100; F8; 0,6s

Und dann fand man wieder Räume, von denen man meinen könnte, der Zimmerservice war vor kurzen da und hat die Betten frisch gemacht. Echt faszinierend! Das hab ich so noch nirgendwo in einem Lost Place gesehen.

[Zimmer Frei] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 100; F8; 2s

[Doppelzimmer Frei] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 100; F8; 10s

Die Zeit verging wie im Flug. Motiv suchen. Stativ aufbauen. Kamera ausrichten. Foto machen. Sicherheitshalber noch eine Belichtungsreihe wegen dem hohen Kontrast durch die hellen Fenster und die dunklen Räume hinterher schießen. Weiter gehts.

[MakingOf] – Smartphone-Schnappschuss

Dabei hatte ich die ganze Zeit nur das 14 mm Weitwinkelobjektiv drauf. Die anderen schleppte ich zwar im Rucksack mit mir rum, aber irgendwie reizte es mich die ganze Schönheit der Zimmer mit einem Foto festzuhalten.

[Der Saal] – Sony A7, Samyang 14mm; ISO 200; F5,6; 30s

Da ich mich bei so viel einzigartigem Lost Place um mich herum garnicht richtig entscheiden konnte, was ich denn jetzt wie am Besten fotografieren könnte, blieb es bei einer relativ überschaubaren Anzahl an Fotos. Die aber dafür ziemlich gut überlegt. Wie immer eben. 🙂

Tobias hat in der Zeit wesentlich mehr Fotos gemacht! Sein Ziel: 360°-Aufnahmen an verschiedenen und sehr gut überlegten Stellen im Hotel.

Da ich teilweise bei meinen schnöden einfachen Fotos auf Grund der Lichtverhältnisse schon etwas Bedenken hatte, ob das hinterher denn auch was wird, war ich ziemlich gespannt auf die Panoramen. Die machen zum Einen bei der Aufnahme und erst recht beim Zusammenfügen der einzelnen Fotos ein vielfaches der Arbeit!  Denn da muss es ja nicht nur in „eine“ Blickrichtung gut aussehen, sondern alles rundherum. Und das möglichst gleichmäßig und ohne Fehler.

Dass Tobias ein echter Panorama-Profi ist, weiß ich ja. Daher hab ich mich schon sehr gefreut in bestimmt 2-3 Tagen das Ergebnis der insgesamt 12 Panoramen bewundern zu können. So lange wird er dafür mindestens brauchen. Dachte ich.

Pustekuchen!

Knappe 4 Stunden später waren die ganzen Panoramen fertig als Tour online!

Eben noch selbst im Hotel rumgeirrt und nun konnte man das bequem von zu Hause aus noch mal in aller Ruhe anschauen. Traumhaft! Ich bin immer noch RESTLOS BEGEISTERT von der Arbeit! Auch nach dem 10. mal anschauen! 🙂

Achja, ihr wollt euch ja sicherlich auch mal in dem alten, einzigartigen Schwarzwald-Hotel umschauen und die Arbeit von Tobias bewundern. 😉

Hab euch ja jetzt auch lange genug zappeln lassen.  😉

HIER der Link zur grandiosen 360°-Panorama-Tour!

Wer das nicht anschaut, verpasst was! Wirklich!

Was Tobias sonst noch so alles macht, sehr ihr auf seiner Webseite 360pano.de

Das solls nun auch gewesen sein, von meinem ersten Besuch im „Schwarzwald-Hotel“. Der nächste Besuch dort wird aber ganz bestimmt nicht allzulange auf sich warten lassen. 🙂

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